PROTOTYPING (Entwickung eines Qualifikationsanalyseverfahrens für Gleichwertigkeitsüberprüfungen nach BQFG)

Im Rahmen der Umsetzung des so genannten Anerkennungsgesetzes geht es darum, im Ausland erworbene Qualifikationen hinsichtlich ihrer Gleichwertigkeit mit deutschen Referenzqualifikationen zu analysieren und zu bescheinigen. Dies soll soweit möglich auf Dokumentenbasis geschehen, jedoch muss es auch Möglichkeiten der Gleichwertigkeitsfeststellung geben, wenn nicht über Dokumente glaubhaft gemacht werden kann, dass die entsprechenden Qualifikationen vorliegen.

Das Projekt Prototyping, das unter der Federführung des WHKT, der politischen Koordination des DHKT, der wissenschaftlichen Begleitung des FBH und der Mitarbeit von Handwerkskammern, der IHK Köln sowie der ZWH durchgeführt wird, hat das Ziel, ein Musterverfahren zur Feststellung der Gleichwertigkeit von im Ausland erworbenen Berufsqualifikationen bei fehlenden Nachweisen nach § 14 BQFG (Qualifikationsanalyse) zu entwickeln. Zudem soll das Verfahren innerhalb der Projektlaufzeit erprobt und soweit erforderlich modifiziert werden. Mit dem Musterverfahren soll eine transparente und bundesweit einheitliche Verfah­renspraxis gewährleistet werden, welche gleich­zeitig die zuständigen Stellen bei der Durchfüh­rung der Anerkennungsverfahren unterstützt.

Zu diesem Zweck wurden von den 10 Projekt­partnern in der ersten Phase des Projektes Leitfäden sowie Informations- und  Dokumentations­unterlagen entwickelt, die den Prozess von der Einstiegsberatung bis hin zur Feststellung not­wendiger Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähig­keiten im Rahmen einer sog. Qualifikations­analyse unterstützen. Diese Dokumente sind einzusehen unter http://www.whkt.de/aus-und-weiterbildung/initiativen-des-whkt/prototyping.html.

Die Aufgabe des FBH bestand hier vor allem in der Erstellung eines Leitfadens, in dem Instrumente zur Qualifikationsanalyse mit ihren Einsatzmöglichkeiten in Abhängigkeit von der Art der zu analysierenden Qualifikationsbündel und Anforderungen an die Ausgestaltung dargestellt wurden. Außerdem ging es bei der Mitarbeit in den Arbeitsgruppen darum, beispielsweise bei der Festlegung von Anforderungen an Experten für die Qualifikationsanalyse, der Erstellung der benötigten Dokumente (Beobachtungsbögen etc.) sowie dem Gesamtablauf des Verfahrens die berufspädagogische Perspektive und die wissenschaftliche Expertise im Bereich der Diagnostik einzubringen.

In der zweiten Phase wurde das Musterverfahren nach einem durch das FBH erstellten Evaluationskonzept erprobt. Dabei wurde zum einen der Prozess von der Antragstellung bis zur Durchführung des Verfahrens mittels Er­probungsgruppen und Realfällen begleitet und mitwirkende Personen, wie Experten, Mitarbeiter der Zuständigen Stellen und Migranten, befragt.

Ansprechpartner: 
Rolf R. Rehbold
Anke Köhn
Status: 
Abgeschlossen