Validierung informell erworbener Kompetenzen: Projekt geht in die Erprobungsphase

Im Projekt "ValiKom" wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht: Der Ablauf des im Projekt zu entwickelnden Validierungsverfahrens wurde Anfang November festgelegt. Demnach sollen die Antragstellenden die folgenden vier Phasen durchlaufen können:

1. "Information & Beratung": Hier erhalten Interessenten Informationen über den Ablauf des Verfahrens und Hilfestellung bei der Festelgung der Referenzqualifikation

2. "Dokumentation": Die Stärken und Erfahrungen des Antragstellers werden systematisch erfasst und durch den Antragsteller zunächst selbst eingeschätzt.

3. "Bewertung": Die dokumentierten Erfahrungen werden nun durch fachliche Experten bewertet. Dafür stehen verschiedene Instrumente zur Verfügung, die bereits im Projekt Prototyping erprobt wurden: Fachgespräch, Arbeitsprobe, Gesprächssimulation, Präsentation von Arbeitsergebnissen, Probearbeit im Betrieb und Fallstudie.

4. "Zertifizierung": Der Nachweis von Kompetenzen in berufsbezogenen Tätigkeitsbereichen ist die Grundlage für die Ausstellung eines Zertifikats, in dem die volle oder teilweise Gleichwertigkeit mit der Referenzqualifikation bescheinigt wird.

Im Projekt beginnen nun die Vorbereitungen für die Erprobung, die in 2017 erfolgt.

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt wird geleitet durch den Westdeutschen Handwerkskammertag und bildungspolitisch durch den DHKT und den DIHK gesteuert. Das FBH begleitet das Projekt wissenschaftlich, an dem die Handwerkskammern Dresden, Hannover, München und Oberbayern sowie Münster und die Industrie- und Handelskammern Halle-Dessau, Köln, München und Oberbayern sowie Stuttgart beteiligt sind.

Unter www.validierungsverfahren.de finden Sie aktuelle Projektinformationen.