Lehm der Baustoff der Zukunft: Neues aus dem Projekt Omaheti

Gemeinsam mit der Professur für Wirtschaftspolitik und Mittelstandsforschung, dem Institut für Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie und dem Volkswirtschaftlichen Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität zu Göttingen, dem Zentralverband des Handwerk und der Flash Filmproduktion GmbH arbeitet das FBH seit 2015 an verschiedenen Fragestellungen um die Bedeutung von Erfahrungswissen im Spannungsfeld zwischen Innovation und Tradition.  

Jetzt hat die Universität Göttingen ein Ergebnis des Gemeinschaftsprojekts auf ihrem YouTube-Kanal online gestellt - ein sehenswerter Film. 

Sprachsensible Prüfungsgestaltung auch im neuen Jahr ein Dauerthema

Auch im neuen Jahr bleibt das Thema sprachsensible Prüfungsgestaltung stark nachgefragt. Bereits im Januar fand ein Vortrag bei der Bundestagung des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerks statt. Im März fand sowohl in Lüneburg als auch in Braunschweig jeweils ein Seminar mit etwa 30 interessierten Prüfern statt, die sehr lebhaft über die Möglichkeiten und Grenzen der sprachlichen Verfeinerung von Aufgabenstellungen diskutierten.

Weitere Kammern haben bereits nach Terminen gefragt.

Der Leitfaden zum Thema sprachsensible Prüfungsgestaltung ist unter http://www.fbh.uni-koeln.de/Leitfaeden als Download verfügbar.

2018 beginnt mit neuem Forschungs- und Arbeitsprogramm

Alle zwei Jahre wird für das FBH festgelegt, welchen Fragestellungen sich die Wissenschaftler des Instituts widmen.

Für 2018/19 stehen folgende Fragestellungen auf dem Programm: 

1

Absolventenstudie: Wie verlaufen die Karrierewege von Meisterinnen und Meistern im Handwerk?

2

Kosten der Fortbildung: Welche Kosten für die Vorbereitung und die Teilnahme an Meisterprüfungen müssen Menschen im Handwerk aufbringen?

3

Digitalisierung im Handwerk: Inwieweit bereiten der kaufmännisch-betriebswirtschaftliche Teil und der berufspädagogische Teil der Meisterprüfung im Hinblick ausreichend auf digitale Veränderungen vor?

4

Ausbildungsqualität im Handwerk: Wie wird Ausbildungsqualität im Handwerk dargestellt und welche zusätzlichen Analysen sind notwendig?

5

Prüferleitfaden: Wie müssen Prüfungsaufgaben im Meister- und Fortbildungsbereich entwickelt werden, damit sie rechtssicher, handlungsorientiert, sprachsensibel und valide sind?

6

Nachwuchsgewinnung: Welche Erwartungen haben Schüler_innen mit mittlerem Schulabschluss und deren Eltern an die weitere berufliche Entwicklung?

7

Regionale Berufsbildung: Wie kann im regionalen Netzwerk wohnortnahe Berufsbildung organisiert werden?

8

Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung: Wie kann eine laufende Erfolgsberichterstattung für ÜLO gestaltet werden?

9

Abiturienten im Handwerk: Welche Motive und Ziele haben Abiturient_innen im Handwerk?

 

A

Valikom: Wie kann ein Validierungsverfahren für informell und non-formal erworbene Kompetenzen gestaltet werden?

B

StarQ-Spezialist: Wie können Spezialistenkarrieren über die curriculare Verzahnung non-formaler Bildungsangebote im Hinblick auf Tätigkeitsprofile von Spezialisten gestaltet werden?

C

OMAHETI: Welche Rolle spielt Erfahrungswissen für die soziale Identität von Handwerkern im Orgel- und im Lehmbau?

 D

DiLiAH: Wie können digitale Möglichkeiten der Gestaltung situationsorientierter Lehr-Lern-Arrangements genutzt werden, um Lernen in Arbeitsprozessen zu ermöglichen?

 

FBH bei Marienbader Gesprächen mit Vortrag zu Erwartungen von Jugendlichen bei der Berufwahl

Zum 10. Mal veranstaltete die Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz Ende November gemeinsam mit tschechischen, österreichischen und slowakischen Partnern die Marienbader Gespräche. Die Förderung der Zusammenarbeit in der Grenzregion auf unterschiedlichen Ebenen wurde mit engagierten Teilnehmern diskutiert. 
 

Rolf Rehbold vom FBH unterstützte die Veranstaltung mit einem Impuls zu Erwartungen von Jugendlichen und Ihren Eltern bei der Berufswahl. Nachwuchsgewinnung ist ein grenzüberschreitendes Problem, bei dem die Teilnehmenden sehr interessiert über den Stand der Forschung diskutierten. "Es ist gut zu hören, dass wir mit unseren initiierten Maßnahmen auf dem richtigen Weg sind", resümierte Christian Kaiser von der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz. 

 

Sprachsensible Gestaltung von Prüfungsaufgaben: Neuer Leitfaden online

Sprachsensible Gestaltung von Prüfungen ist derzeit ein viel diskutiertes Thema von besonderer Bedeutung für Prüferinnen und Prüfer sowie für Handwerkskammern. Gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft der bayerischen Handwerkskammern erarbeitete das FBH in 2016/17 vor diesem Hintergrund einen Leitfaden für Prüfer. Dieser illustriert an praktischen Beispielen, über welche Fragen man bei der Überarbeitung der Prüfungsaufgaben nachdenken sollte. Ziel: Die Aufgaben sollen das fachliche Können prüfen. Dabei soll die Prüfungssprache nicht durch Unverständlichkeit die Prüflinge daran hindern, ihr eigentliches Können zeigen zu können.

Dass dieses Thema eine besondere Relevanz hat, zeigte auch das große Interesse der Zuhörer bei der Tagung des Schullabors an der Don-Bosco-Schule in Würzburg am 15.2.2017, als Rolf Rehbold die Ergebnisse exemplarisch vorstellte.

Der Leitfaden ist online unter der Rubrik 'Tutorials und Leitfäden': http://www.fbh.uni-koeln.de/Leitfaeden

Der Vortrag ist online unter der Rubrik 'Vorträge': http://www.fbh.uni-koeln.de/vortraege

Neue Rubrik auf der FBH-Webseite: Tutorials und Leitfäden

Die Webseite des FBH enthält künftig noch mehr interessante Inhalte für Sachverständige, Prüfungsausschussmitglieder, Dozenten und Betriebe. Neben den Arbeitsheften, die mit einem wissenschaftlichen Zugang Praxisprobleme bearbeiten, den Vorträgen und den Tätigkeitsberichten werden unter der Rubrik "Tutorials und Leitfäden" für die Praxis Ergebnisse aufbereitet. Die Kategorie findet sich im Menü unter "Publikationen" >> "Tutorials und Leitfäden" (Link: http://www.fbh.uni-koeln.de/?q=node/520).

Ein Leitfaden zum Theme "Mitarbeiter finden - Mitarbeiter finden" und ein Vortrag zur neuen Struktur der Meisterprüfungsverordnung ist bereits online verfügbar.

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